Viagra Original oder Generika

Viagra Original oder Generika?

Generika reduzieren Gesundheitskosten deutlich. Das behaupten Mediziner sowie Politiker. Die Hersteller von Originalmedikamenten wollen ihren Marktanteil behalten. Und die Patienten sind bezüglich Generika verunsichert, weil nicht alle verstehen, worum es sich handelt. In diesem Beitrag wird das Thema Viagra Original oder Generika beleuchtet. Besteht der einzige Unterschied nur im Preis? Hier wollen wir Licht ins Dunkel bringen.

Was ist ein Generikum?

Unter dem Begriff Generikum wird ein Fertigarzneimittel verstanden, das dieselbe Wirksubstanz wie das Originalmedikament enthält. Das Originalpräparat enthält den Wirkstoff, das ursprünglich vom Hersteller durch Entwicklung und Forschung gefunden wurde. Ein Generikum enthält denselben Wirkstoff und erzielt denselben therapeutischen Effekt. Vor der Vermarktung soll seine Bioäquivalenz nachgewiesen werden. Erst dann erhält ein Generikahersteller eine Zulassung.
Die Herstellung und Vermarktung eines Generikums wird dadurch möglich, dass der Patentschutz aufs Originalmedikament im Durchschnitt nach 10 — 20 Jahren abläuft. Danach kann jedes andere Pharmaunternehmen diesen Wirkstoff unter einem anderen Handelsnamen herausbringen.
Im Sommer 2013 lief der Patentschutz auf Sildenafil in Viagra ab. Ab sofort erschienen zahlreiche Viagra Generika in den Apotheken, zum Beispiel Sildenafil Mepha, Kamagra, Sildaristo... Die Liste dieser Generika ist unheimlich groß. Nur 2013 wurden mehr als 30 Viagra Generika auf den Markt gebracht. Heute gibt es mehr. Während der Therapie von Erektionsstörungen kann Viagra Original durch Generika ausgetauscht werden und umgekehrt. Der Austausch erfolgt meistens aus ökonomischen Gründen.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Viagra Original und Generika?

Unterschiede beziehen sich in erster Linie auf zugesetzte Hilfsstoffe wie zum Beispiel Farbstoffe oder Konservierungsstoffe. Es gibt Unterschiede auch im Herstellungsverfahren. In mancher Hinsicht kann die weitere Entwicklung der Hilfsstoffe bzw. des Herstellungsprozesses das Generikum verbessern. Das Generikum kann dadurch beispielsweise besser dosierbar oder auch für viele Patienten besser verträglich als das Original sein. Neue Generika von Viagra haben eine Bruchrille und lassen sich daher leicht teilen oder vierteln. Original Viagra hat dagegen keine Bruchrille.
Außerdem kann das Generikum eine andere Darreichungsform haben: Der Wirkstoff wird dann schnell freigesetzt, dadurch wird die gewünschte Wirkung in der Behandlung von Potenzproblemen schnell erzielt. Vergleichen Sie: Flüssige Formen von Sildenafil (Handelsnamen Kamagra Oral Jelly oder Kamagra Brausetabletten) wirken doppelt so schnell wie Viagra Original. Für viele Patienten ist dieser Aspekt ausschlaggebend. Wenn das Generikum eine andere Darreichungsform hat, so soll es vor der offiziellen Zulassung solide klinische Tests an Probanden durchlaufen.
Preisunterschiede
Generikahersteller entwickeln ihre Präparate auf der Grundlage der Forschungsresultate des Originalherstellers. Somit fallen hier die Kosten ausschließlich für die Herstellung oder eine Veränderung des Medikamentes an. Keine Millionen Euro müssen in die Entwicklung und Forschung der Wirksubstanz investiert werden. Diese hat bereits der Originalhersteller getragen.
Preiswerter ist auch die Zulassung eines generischen Medikamentes. Die für die Generika vorgeschriebenen Bioäquivalanztests sind billiger als klinische Studien und nicht so aufwändig, die jedes Originalmedikament durchlaufen soll.
Im Großen und Ganzen müssen Generikahersteller wirklich wenig Geld in ihr Medikament im Vergleich zum Hersteller des Originalmedikamentes investieren. Deswegen können Generika preisgünstiger angeboten werden.
Einsparungen für Patienten als Selbstzahler
Wie bekannt werden Ausgaben für Potenzmittel von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bedeckt. Daher bedeuten preisgünstigere Generika anstelle des Originalpotenzmittels große Einsparungen für Patienten in Deutschland.
Der Marktanteil von generischen Medikamenten im Allgemeinen wurde in den letzten Jahren in der EU größer. Diese Tendenz steigt weiter. In Deutschland machen generische Präparate 20% des Medikamentenmarktes aus. In Finnland sind es 35%. In der Schweiz sind es nur 7 Prozent. Noch mehr könnte man somit sparen. Die Statistik zeigt, dass eine große Mehrheit der deutschen Männer Viagra Generika statt des Originals einnehmen würden.
Fazit
Jedes Generikum beruht auf demselben Wirkstoff und derselben Wirkstärke wie das Originalmedikament. Dem Original steht es qualitativ in nichts nach. Der Einsatz von Generika könnte in erster Linie den Selbstzahlern helfen, Ausgaben für Medikamente zu reduzieren. Je nach Patient oder je nach der Zusammensetzung von Hilfsstoffen kann die Wirkung des Generikums und des Originals etwas unterscheiden. Der Erfolg in der Behandlung soll bei der Umstellung vom Original aufs Generikum immer kontrolliert werden.

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